Wollmatingen ist eine ehemals selbstständige Gemeinde, die mittlerweile zur Stadt Konstanz im baden-württembergischen Landkreis Konstanz gehört.
Der Ort dürfte im 7. Jahrhundert entstanden sein. Dafür sprechen Ausgrabungen in der Gemarkung. Karl Martell überließ den Ort 724 dem Kloster Reichenau[1]. Im Spannungsfeld des bedeutenden Klosters, der Bischofs- und Reichsstadt Konstanz und der Deutschherrenkommende Mainau konnte das Dorf keine Eigengeschichte entwickeln. Ab 1200 ist es als St. Martin-Pfarrei verzeichnet. Land-Forstwirtschaft, Weinbau und Torfstecherei ernährten die Bürger über Jahrhunderte. Gegen 1840 setzte die Industrialisierung ein, zuerst in Form der Textilbranche, später durch Chemie und Elektronik ergänzt. Als Wollmatingen 1934 von Konstanz zwangseingemeindet wurde, verdoppelte sich die Grundfläche der Stadt. Wollmatingen mit Fürstenberg besitzt heute rund 18000 Einwohner.